Dr. Albert Kümmel-Schnur

fotoskulptur

Körperkopiermaschinen

„Körperkopiermaschinen. François Willèmes technomagisches Skulpturentheater (1859-1867)“, in: Jens Schröter/Christian Spies/Gundolf Winter (Hg.): Skulptur – zwischen Realität und Virtualität, Paderborn: Fink 2006, S. 191-212.

In seiner Darstellung verschiedener Verfahren fotografieunterstützter Bildhauerei verwendet der Kustos der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, Eduard Kuchinka, den Begriff der „Körperkopiermaschine“ zur Charakterisierung des „Stereo-Ortho-Diagraph“-Verfahrens nach C. Beyerlen, eines  halbautomatischen, mechanischen Verfahrens zur Erstellung von Reliefs auf Basis von Stereofotografien. Dieser Text bedient sich des Kuchinkaschen Begriffs, um mit seiner Hilfe die Frage zu beantworten, ob die Fotoskulptur als missing link zwischen der traditionellen Skulptur und modernen dreidimensionalen Scanverfahren etwas zur Exploration der weit verbreiteten Raumrhetorik in der Diskussion digitaler Medien wie z.B. des Internets beitragen kann.